Kindeswohl im Sport

       

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Hintergrund

Nachdem im Lauf der letzten Jahre in den verschiedensten Institutionen zahlreiche an Kindern und Jugendlichen begangene Missbrauchsfälle in der Öffentlichkeit bekannt wurden, haben sich auch der Landessportbund Hessen und die Sportjugend Hessen intensiv mit dieser Problematik beschäftigt und nachfolgend ein differenziertes Konzept von Präventivmaßnahmen für die Arbeit in den Sportvereinen entwickelt.
Gerade als Sportverein übernehmen wir ein hohes Maß an Verantwortung für das körperliche, geistige und seelische Wohl der uns anvertrauten Kinder und Jugendlichen. Unsere Arbeit mit den jungen Sporttreibenden sollte daher stets geprägt sein von gegenseitigem Respekt, der angemessenen Wertschätzung und dem erforderlichen Vertrauen. Darüber hinaus ist unsere Aufmerksamkeit zum Schutz der in unserem Übungs- und Trainingsbetrieb betreuten Kinder und Jugendlichen vor Vernachlässigung, Gefährdung und Missbrauch gefordert.

Die Aufgabe des Sportvereines

Auch wenn Kinder und Jugendliche in Sportvereinen nur stundenweise betreut werden, können Fälle von Vernachlässigung, Misshandlung oder sexueller Gewalt sichtbar werden.
Sportvereine dürfen hier nicht wegschauen, sondern sollten eine Kultur des Hinsehens leben. Das bedeutet, dass der Kinderschutz im Verein verankert ist und es ein gemeinsames Verständnis davon gibt, wie für das Wohl der Kinder und Jugendlichen im Verein gesorgt werden kann.

Beweggründe des TSV Eintracht Stadtallendorf

Kindeswohl im Sport- Modelprojekt beim TSV „Eintracht“ 1920 e. V. Stadtallendorf

Sport und Bewegung sind wichtige Bausteine zur Stärkung der körperlichen und seelischen Gesundheit von Kindern und Jugendlichen und tragen maßgeblich zu ihrer Persönlichkeitsentwicklung bei. Doch gerade im Sport besteht ein besonderes Vertrauensverhältnis einer intensiven Nähe zwischen Trainer und Sportler. Wir müssen uns als TSV „Eintracht“ 1920 e. V. Stadtallendorf den möglichen Gefahren des Missbrauchs bewusst sein und unsere Kinder und Jugendliche davor schützen.

Die Vereinsführung nutzte deshalb die Gelegenheit, sich Anfang des Jahres als Modellverein in einem Förderprojekt der Sportjugend Hessen zu bewerben. Das Modellprojekt „Kindeswohl im Sport – Schützen/Fördern/Beteiligen in Sportkreisen und Vereinen“ hat zum Ziel, die Präventionsarbeit zum Thema Kindeswohl im hessischen Sport in den nächsten Jahren qualitativ und quantitativ weiterzuentwickeln und eine dezentrale Präventionsstruktur aufzubauen. Zudem wird der Fokus neben dem Aspekt des Schutzes von Kindern und Jugendlichen auch auf die Beteiligung und Förderung von Kindern und Jugendlichen erweitert. Das Projekt wird durch das hessische Ministerium des Innern und für Sport gefördert (2019 – März 2022).

Die Projektleitung für den TSV „Eintracht“ Stadtallendorf übernehmen David Harris und Alina Hausmann.

Mit David und Alina haben wir zwei in diesem Thema erfahrene, ehrenamtliche aktive Mitglieder des Vereins. Berührungspunkte zum Thema haben David und Alina nicht nur als langjährige Trainer/in der Volleyballabteilung/ Leichtathletikabteilung, sondern auch durch ihre beruflichen Tätigkeiten als Kindergartenleitung (David) und als FSJ in einer Grundschule (Alina).

David uns Alina heben selbst hohe Erwartungen an das Projekt:

„Bei einer so großen Anzahl von Kindern im Verein und den häufigen, teilweise sehr intensiven Stunden die wir miteinander verbringen, ist es gut investierte Zeit sich selbst mit dem Thema ‚Kindeswohl im Sport‘ zu beschäftigen und den Übungsleitern bei Fragen und Unklarheiten helfen zu können.“

Modellprojekt „Kindeswohl im Sport“

Schützen/ Fördern/ Beteiligen im TSV

Eintracht Stadtallendorf. “

Die ersten Schritte

Als erste Schritte stehen die Erarbeitung von vereinsspezifischen Handlungsleitfäden und -empfehlungen sowie Qualifizierungsangeboten an.

Parallel dazu stehen David und Alina ab sofort für Sie als Eltern, Sportler, Kinder und Jugendliche als Kindeswohl-Berater zur Verfügung. Gerne können Sie sich telefonisch oder per Email bei ihnen melden.

Eine weitere wichtige Maßnahme ist zudem die Befragung von Funktionsträgern, Übungsleitern und Eltern. Mit Hilfe einer Online-Umfrage, welche in den nächsten Wochen an die unterschiedlichen Gruppen verteilt wird, soll der Ist-Zustand des Themas Kindeswohl im TSV „Eintracht“ Stadtallendorf sowie die Wahrnehmung und die Prioritäten der kommenden Aktivitäten überprüft werden.

Bernd Weitzel, Vorsitzender des TSV „Eintracht“ Stadtallendorf, verspricht sich davon wichtige Impulse für den Projektverlauf: „Wir haben durch die Begleitung der Sportjugend Hessen und der Fachberatung die einmalige Möglichkeit, Kindeswohl im Verein mit allen zugehörigen Aspekten modellhaft aufzubereiten. Das gibt nicht nur uns, unseren Übungsleitern und Eltern eine hohe Sicherheit im Umgang mit dem nicht ganz einfachen Thema, auch andere Vereine und Institutionen der Region können davon möglicherweise profitieren. Ich hoffe deshalb auf rege Beteiligung bei den Umfragen. Je mehr Informationen wir haben desto zielgerichteter können wir arbeiten.“

Die Kindeswohl-Berater des TSV „Eintracht“ Stadtallendorf

"Uns liegt der Schutz von Kindern und Jugendlichen sehr am Herzen, deshalb freuen wir uns sehr auf unsere neuen Aufgaben als Kindeswohlberaterinnen des TSV ‚Eintracht‘ Stadtallendorfs.“

Wir stehen Ihnen/euch als Eltern, Übungsleiterinnen, Vorstände für alle Belange zum Thema Kindeswohl in unserem Verein zur Verfügung.

■ Wir sind Gesprächspartner, wenn Eltern, Kinder, Jugendliche, Trainer, Vorstandsmitglieder den Eindruck haben, dass es einem Kind oder Jugendlichen „nicht gut geht“ und evtl. eine Kindeswohlgefährdung vorliegen könnte.

■ Er/Sie ist dabei sachlich und vertraulich und agiert als sensibler Gesprächspartner

■ Er/Sie entscheidet, ob Hilfe von außen erforderlich ist (telefonischer Kontakt zum Beratungsteam der Sportjugend/ des LSBH oder Kontakt zu einer lokalen Beratungsstelle)

■ Er/Sie weiß, dass der Blick von außen bei diesen Themen hilfreich sein kann und dass professionelle Unterstützung helfen kann beim Umgang mit der eigenen persönlichen Betroffenheit.

■ Teilnahme an örtlichen Netzwerken

■ Organisation einer vereinsinternen Fortbildung

■ Der Verein verfügt über eine transparente und klare Organisationsstruktur. Kinder, Jugendliche und Eltern werden in die Aktivitäten einbezogen und informiert
Darüber hinaus stehen wir Ihnen auch als Vermittler bei Verdacht auf Mobbing, Streit oder Ausgrenzung im Verein mit Rat und Tat zur Seite.


Zögern sie nicht, nehmen sie Kontakt zu uns auf!! - Wir freuen uns auf ihre Anfragen.

Natürlich stehen wir zu jeder Zeit unter Schweigepflicht!!!
 

                   

 

David Harris und Alina Hausmann

Kontakt: Tel: 01726364989

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Hier der Überblick der Aktuellen Aufgaben der Ansprechpersonen

 

Präventive Aufgaben:


Schützen

■ Öffentlichkeitsarbeit (Artikel in Vereinszeitung, Internet, Aushang in den Sporthallen etc.)

■ Gespräche mit Vorstandsmitgliedern

■ Implementierung eines Verhaltenskodex und Verhaltensregeln im Verein

■ Kinderschutz in der Vereinssatzung verankern

■ Erstellung eines Leitfadens zum Kindeswohl

■ Erstellung eines Konzeptes zum Thema Kindeswohl

Aufgaben bei auffälligen Ereignissen

■ Ansprechpartnerin/Gesprächspartnerin, wenn Eltern, Kinder, Jugendliche, Trainer, Vorstandsmitglieder den Eindruck haben, dass es einem Kind oder Jugendlichen „nicht gut geht“ und evtl. eine Kindeswohlgefährdung vorliegen könnte.

■ Jährliche Besuche im Sportbetrieb aller Übungsleiterinnen

■ Sie ist dabei sachlich und vertraulich und agiert als sensibler Gesprächspartner

■ Sie entscheidet, ob Hilfe von außen erforderlich ist (telefonischer Kontakt zum Beratungsteam)

■ Unterstützung helfen kann beim Umgang mit der eigenen persönlichen Betroffenheit.

 

Fördern

■ Alle Trainerinnen, Abteilungsleiterinnen und Vorstände werden über das Thema Kindeswohlgefährdung im Verein, den Verhaltenskodex, die zur Verfügung gestellten Unterlagen und den Interventionsplan, sowie die verpflichtende Teilnahme an einer externen Fortbildung zum Thema Kindeswohl unterrichtet.

■ Hierüber wird ein schriftlicher Nachweis geführt und in der Vereinsgeschäftsstelle hinterlegt.

■ Neu gewählte Abteilungsleiterinnen, Trainerinnen werden durch die Ansprechpersonen zeitnah unterrichtet.

 

Jugendvertretung:

Beteiligung

■ Implementierung einer Jugendvertretung (Abteilungsübergreifend)

■ Kinder unseres Vereins über deren Kinderrechte informieren

■ Projekte zu Stärkung der Selbstbestimmung und Selbstwertgefühls verankern

■ Betreuung durch Ansprechpersonen

 

Ziel: Jugendprojekte vernetzen und durchführen

 

Kontakt: David Harris und Alina Hausmann

Tel: 01726364989

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